Klangvolles Zeichen der Solidarität

27/04/2026|In Pressemitteilungen|Von Extern

Klangvolles Zeichen der Solidarität

Landespolizeiorchester spielt in Mühlhausen für die gute Sache

Mühlhausen (RNZ). Mit einem beeindruckenden Benefizkonzert unter dem Motto „Frühling der Freundschaft“ setzte das Landespolizeiorchester Baden-Württemberg in der voll besetzten Pfarrkirche St. Cäcilia in Mühlhausen ein klangvolles Zeichen der Solidarität. Unter der Leitung von Stefan Halter musizierte das renommierte Berufsblasorchester, um die wertvolle Arbeit der Hospizhilfe Südliche Bergstraße zu unterstützen. Ergänzt wurde das Konzert durch gesangliche Beiträge des Kirchenchors St. Cäcilia unter der Leitung von Esther Kirsch.

Schirmherr des Konzerts war der Präsident des Bundesverfassungsgerichts Stephan Harbarth. „Musik ist die gemeinsame Sprache. Sie verbindet Menschen, unabhängig von Herkunft und Kultur“, sagte Bürgermeister Jens Spanberger. Er begrüßte den Schirmherrn, die Vorstandschaft der Hospizhilfe, Gäste aus Kirche, Politik, Polizei und Gesellschaft. Der Bürgermeister würdigte das ehrenamtliche Engagement der Hospizhilfe, das „höchsten Respekt“ verdiene.

„Unser Ziel ist es, Menschen in ihrem Wunsch nach einem würdigen Leben bis zuletzt zu unterstützen“, so die Vorsitzende der Hospizhilfe, Annemarie Böhler. Mit einem Team haupt- und ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begleite man Schwerkranke und Sterbende und sei für die Angehörigen und Trauernden da. Außerdem möchte man die Gesellschaft für das Thema „Sterben, Tod und Trauer“ sensibilisieren.

Modern und mitreißend präsentierte sich der Kirchenchor St. Cäcilia, begleitet von Martin Ritz (Keyboard) und David Kirsch (Schlagzeug): Mit Abba-Songs wie „Dancing Queen“ und „Mamma Mia“ wurde für gute Laune gesorgt.

Das Landespolizeiorchester bot die gesamte Bandbreite klassischer und moderner Blasmusik. Von feierlichen, symphonischen Klängen bis hin zu besinnlichen, volksliedhaften Arrangements bewiesen die 40 Profimusiker ihre stilistische Vielseitigkeit und technische Brillanz.

Von der Klanggewalt und den Gänsehautmomenten, die vom Orchester ausgingen, zeigte sich das Publikum sichtlich bewegt. Die hervorragende Akustik des Kirchenraums verlieh Stücken wie „Symphonie Nr. 100“ von Joseph Haydn, einem der populärsten Werke des Komponisten, majestätische Tiefe. Die Sinfonie beginnt mit einer beschaulichen, langsamen Einleitung, einem warmen „Adagio“.

Das folgende „Allegretto“ ist der klanggewaltige Kern des Werks. Hier dominieren die fanfarenartigen Trompeten, Becken und große Trommel. Im schnellen Finale „Presto“ mit seiner eingängigen, volkstümlichen Melodie kehren dann die Perkussionsinstrumente zurück, um das Werk triumphal abzuschließen.

Sehr gefühlvoll wurden die melancholischen Harmonien des „Irish Tune from Country Derry“ von Percy Aldridge Grainer dargeboten, das auf der traditionellen Melodie „Londonderry Air“ basiert und durch Frederic Weatherlys Liedtext „Danny Boy“ weltberühmt wurde.

Mitreißend, mit schwermütigen Bläserakkorden und kämpferischen Fanfarenmotiven, erklang die sinfonische Dichtung „Finlandia“. Das Stück von Jan Sibelius über den Kampf Finnlands um Freiheit hatte Komponist Mark H. Hindsley für Bläserensemble übertragen.

Bei Stephen Roberts’ Arrangement des irischen Volkslieds „Carrickfergus“ verzauberte die Solistin Mette Nielsen mit ihrem Euphonium und seinem weichen, ausdrucksstarken Klang.

Geheimnisvoll und zart ließ sich die Suite „Shakespeare Pictures“ von Nigel Hess an. Der zweite Satz „The Winter’s Tale – The Statue“ basiert auf Shakespeares „Wintermärchen“ mit der berühmten Szene, in der die totgeglaubte Königin Hermione als „Statue“ zu neuem Leben erwacht. Die Musik beginnt sehr verhalten, fast unbeweglich wie Stein, und entwickelt sich zu einer fließenden, lebendigen Melodie. Der Satz „Julius Cäsar – Einzug in den Senat“ beschreibt die Pracht des römischen Staatsmanns – am Tag seiner Ermordung. So wird auch die düstere Vorahnung in der Musik hörbar.

„Wir haben ein großartiges Konzert erlebt“, sagte der ehemalige Heilbronner Polizeipräsident, Initiator und Hauptorganisator des Konzerts, Hans Becker aus Mühlhausen. Er dankte allen Beteiligten für das „großartige Zusammenwirken“: Dem Schirmherrn des Konzerts, Stephan Harbarth, dem Landespolizeiorchester, dem Kirchenchor St. Cäcilia, der Gemeinde Mühlhausen und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den Verantwortlichen der Hospizhilfe, der Kolpingsfamilie und dem Techniker Stefan Maier.

Nach den stehenden Ovationen folgte als besinnlicher Abschluss ein „Benedictus“ von Carl Jenkins mit dem Solisten Niki Fortunato am Fagott. Der Künstler verband technische Brillanz mit emotionaler Ausdruckskraft und brachte so die klangliche Schönheit dieses Instruments voll zur Geltung. Das Landespolizeiorchester unter der künstlerischen Leitung von Chefdirigent Stefan R. Halder zeigte sich nicht nur als musikalischer Botschafter der Polizei, sondern zeichnete sich auch aus durch hohe musikalische Qualität und Präzision.

Foto: Pfeifer

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